Re-connect - Institut für gelebte Spiritualität & Resilienz |
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Ich gehe meinen Weg Wohin er führt, ich weiß es nicht. Ich gehe ohne Ende Bis in die Ewigkeit, die mich erwartet. Jeder Schritt ist ungewollt, ein Schritt dem Ziele zu, Das ich nicht kenne. Viele nennen es Tod Und viele Auferstehung Und viele Heimkehr. Ob das Ziel noch ferne winkt, Ob schon mein Fuß zum letzten Schritt sich hebt, Ich weiß es nicht — Ich gehe meinen Weg.
Frieda Mehler |
Diejenige von euch, die schon länger meinen Newsletter bekommen, werden vielleicht ein wenig staunen über das heutige Foto. Diesmal keine feine Frühlingsblüten oder buntes Herbstlaub, sondern eine Kollage von Fotos, auf denen „Green Room/Vault“ ein Kunstwerk von Marien Schouten zu sehen ist. Es steht im Park vom Kröller-Müller-Museum. Vor 3 Jahren war ich ein paar Tage dort mit Elke L. und wir sprachen über Kunst und Natur, aber - aus gegebenem Anlass - auch viel über Krankheit, das Sterben und den Tod.
Dieses Werk inspirierte uns zu der Betrachtung, dass die Todesschwelle vielleicht mit einer farbigen Glaswand zu vergleichen sei. Je nachdem wo man steht, sieht man sich selbst vage gespiegelt - wie wir beide auf dem linken Foto. Oder man sieht - wie auf dem rechten Foto - jemanden jenseits der Trennwand. Mit etwas Abstand - wie auf dem Foto in der Mitte - lässt sich leicht erkennen, dass es keine reale Trennung gibt.
Am Ostersamstag kam der Tag, an dem Elke auf die andere Seite gewechselt ist. Ich bin sehr dankbar, dass wir in den 3 Jahren, seit diese Fotos entstanden, weiterhin so vieles teilen konnten und uns enge Wegbegleitung sein durften. Gelebte Spiritualität und Resilienz – ganz konkret.
Heute, am Ostermontag wurde ein schönes Gespräch, das ich neulich mit Laura Carbone, einer ebenfalls wunderbaren Freundin und Weggefährtin, zu solchen Themen führte, online gestellt. Du findest es auf youtube Über Spiritualität, Resilienz und die Bedeutung der Träume sowie auf ihrem Cosmic Dreaming Podcast.
Wir sprechen unter anderem über: • Rückverbindung als integralen Bestandteil gelebter Spiritualität • Resilienz als dynamischen Prozess innerer Entwicklung • Die somatische Dimension von Resilienz und die eigene Haltung in persönlichen und kollektiven Herausforderungen • Den Einfluss patriarchaler Strukturen auf Spiritualität und die Notwendigkeit, das Weibliche wieder einzuladen • Spiritual Bypassing: wenn Spiritualität zur Flucht wird • Träume als Spiegel der inneren und äußeren Welt und wie Traumarbeit uns helfen kann, uns selbst besser zu verstehen • Das Wahrnehmen und Deuten von Träumen • Die Kraft lebensbejahender Bilder – und wie wir gemeinsam eine schönere Welt träumen und gestalten können.
Am 15. April, 17:30 halte ich am Waldorfinstitut in Witten-Annen im Rahmen der Ringvorlesung „Mensch und Gesellschaft – Impulse für die Schule der Zukunft“ einen Vortrag mit anschließendem Gespräch zum Thema „Resilienz durch gelebte Spiritualität – wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Impulse“. Eine Teilnahme via Livestream ist möglich.
Das Ostergeschehen weist uns hin auf ein altes öffentliches Geheimnis: "Stirb und werde". In Info3 wurde vor einiger Zeit ein Artikel von mir mit dem Titel Sterben üben veröffentlicht. Ergänzend braucht es auch den Blick auf das Werden. Da kann das Bewusstsein für den Träumer in uns hilfreich sein. Dies entspricht Lauras Vision für ihren Cosmic Dreaming Podcast: "Vielleicht ist es genau jetzt, an diesem kollektiven Schwellenmoment, an der Zeit, dem Träumenden in uns zu vertrauen, denn die schönere Welt, die unser Herz kennt, träumen wir bereits gemeinsam."
Mit österlichen Grüßen Griet Hellinckx |
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